Lettera dell'Arcivescovo di FREIBURG Stefan Burger

Wort des Erzbischofs
an alle Gläubigen und kirchlichen Mitarbeitenden
der Erzdiözese Freiburg
aus Anlass der Corona-Pandemie

Freiburg i.Br., den 17. März 2020

 

Liebe Schwestern, liebe Brüder,
aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Bemühungen, einer unkontrollierten Weiterverbreitung des Virus entgegenzuwirken, wird das öffentliche wie auch das private Leben zusehends eingeschränkt. Als Kirche, die wir in dieser Gesellschaft unseren Glauben leben und das öffentliche Leben mitprägen, sind wir hier „mittendrin“. Zu unserem Selbstverständnis und Auftrag gehört es, für die Menschen da zu sein. Dies gilt besonders in Situationen von Krankheit und Not, von Angst und Verunsicherung. Zugleich tragen wir Verantwortung, unser persönliches und auch unser kirchliches Leben so zu gestalten, dass wir das Gemeinwohl und das Leben der anderen, insbesondere von Risikogruppen, nicht gefährden und nicht zur Verbreitung des Corona-Virus beitragen. Das bedeutet, dass wir gehalten sind, alle staatlichen Bemühungen um Eindämmung der Krise aktiv zu unterstützen, auch wenn die freie Religionsausübung dadurch eingeschränkt wird. Ungeachtet etwaiger weiterer staatlicher Weisungen, die jederzeit und kurzfristig möglich sind, werden für die kirchliche Praxis in der Erzdiözese Freiburg folgende Ausnahmeregelungen getroffen:
• Die Gläubigen sind von der Verpflichtung, die hl. Messe an Sonn- und Feiertagen mitzufeiern, befreit.
•  Damit uns im Bewusstsein bleibt, als Gemeinschaft der Gläubigen verbunden zu sein, sollen die Glocken weiterhin an die gewohnten Gottesdienstzeiten erinnern und stattdessen zum persönlichen Gebet einladen.
•  Ich bitte die Gläubigen, zuhause im persönlichen Gebet in den Anliegen von Kirche und Welt innezuhalten und nicht zuletzt um Bewahrung vor jeglichem Unheil zu beten.
•  Um darüber hinaus weiterhin an der Liturgie der Kirche teilhaben zu können, verweise ich auf die Mitfeier der Gottesdienste, die von den Medien live übertragen werden. Ich empfehle die geistliche Kommunion, d.h. im persönlichen Gebet sich mit Christus so zu vereinen, dass dieser Wunsch den tatsächlichen sakramentalen Kommunionempfang ersetzt.
•  Alle Priester, insbesondere die Pfarrer, sind gehalten und daran erinnert, ihrer Pflicht nachzukommen, die heilige Messe für die ihnen anvertrauten Gemeinden und in deren Anliegen zu feiern und - soweit möglich - zu den ortsüblichen Zeiten, wenn auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
• Taufen und Trauungen sind im engsten Familienkreis zu feiern oder auf weiteres zu verschieben.
• Die Feier der Erstkommunion wird auf weiteres verschoben.
• Die Spendung des Firmsakramentes wird, außer in Todesgefahr, bis auf weiteres verschoben.
• Bei der Spendung des Bußsakramentes sind Ansteckungsmöglichkeiten auszuschließen.
•  Eine öffentliche, gemeinschaftliche Feier der Krankensalbung ist ausgesetzt. Die Einzelspendung der Krankensalbung und die Überbringung der Krankenkommunion im Einzelfall (Wegzehrung) sind davon unberührt, Ansteckungsmöglichkeiten sind auszuschließen.
•  Bestattungen, Trauerfeiern finden im engsten Familienkreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt oder sind ggf. auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die behördlichen Vorgaben vor Ort sind zu berücksichtigen.
• Die Feier der Kar- und Osterliturgie findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
•  Die Kirchengebäude bleiben, soweit keine anderen Einschränkungen vorliegen, zum privaten Gebet der Gläubigen tagsüber geöffnet.
•  Es ist dafür Sorge zu tragen, dass die Seelsorgerinnen und Seelsorger - in welcher Form auch immer -
 für die Gläubigen erreichbar sind. Über die Pfarrbüros sollen, ob bei eingeschränkten Öffnungszeiten oder für externe Besucherinnen und Besucher geschlossen, Ansprechpersonen zumindest telefonisch zur Verfügung stehen.
• Öffentlich kirchliche Veranstaltungen und Versammlungen entfallen.
•  Die Pfarrgemeinderatswahl findet nach Abwägung sämtlicher Umstände in dem bislang gesetzten Rahmen per Brief oder Online statt. Aktuelle Informationen dazu erhalten Sie über die im Ordinariat zuständige Stelle und die Homepage.
Diese Ausnahmeregelungen gelten, solange die Versammlungsfreiheit durch die staatlichen Behörden aufgehoben bzw. eingeschränkt ist.
Trotz dieser einschneidenden Maßnahmen wissen wir uns im Glauben und Vertrauen auf Gott verbunden. Die Maßnahmen mögen uns verdeutlichen, welches hohe Gut uns mit der öffentlichen Feier der Liturgie geschenkt ist. Vielleicht lernen wir in diesen Tagen, umso mehr zu schätzen, was uns durch die derzeitige Situation genommen ist: den Glauben in Gemeinschaft leben und feiern zu können! Christus geht jedenfalls den Weg mit uns. Mit seinem Leiden und Sterben, mit seinem Tod und seiner Auferstehung hat er gezeigt, dass er der Herr des Lebens ist und dass er bei uns bleibt! Ihm sind wir anvertraut. Nutzen wir die uns verbleibende österliche Bußzeit sowie die Kar- und Ostertage, durch unser Gebet, durch unser gelebtes Christsein, das sich in der gegenseitigen Fürsorge und Verantwortung widerspiegelt, ihm näher zu kommen. Auf diese Weise erfahren wir aufs Neue, in seinem geöffneten Herzen, in seiner unendlichen Liebe geborgen zu sein!
So dürfen wir in dieser schwierigen Zeit voll Vertrauen beten:
* Gott, du Quelle des Lebens, wir bringen dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung. Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden. Tröste jene, die verzweifelt sind und trauern. Schenke den Ärztinnen und Ärzten, den Forscherinnen und Forschern Weisheit und Energie; allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung; den Politikerinnen und Politikern und den Mitarbeitenden der Gesundheitsämter Besonnenheit. Wir beten für alle, die in Panik sind; für alle, die von Angst überwältigt werden. Herr, erbarme dich!
* Wir beten für jene, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten. – Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Wir beten, dass diese Pandemie bald abnimmt, dass die Zahlen zurückgehen, dass wieder Normalität einkehren kann.
Herr, erbarme dich!
* Mache uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit. Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist; Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können. Dass Du allein ewig bist. Dass im Leben vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt. – Mache uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisen schnell übersehen.
Herr, erbarme dich!
* Gott, du Quelle des Lebens! Wir vertrauen Dir, heute und morgen, bis in Ewigkeit. - Amen

(nach einem Gebet von Johannes Hartl)

Freiburg i. Br., den 17. März 2020
Ihr + Stephan Erzbischof
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Traduzione in Italiano
Lettera dell'Arcivescovo
a tutti i fedeli e a tutti i collaboratori pastorali
della Archidiocersi di Freiburg
a proposito della Pandemia
da Corona-Virus

Freiburg i.Br. 17 März 2020

Carissime sorelle, carissimi fratelli,

in questo periodo ci vengono richiesti tantissimi sacrifici, sia privatamente cosí come nella vita sociale, per riuscire in un modo o nell´altro a tenere sotto controllo il Corona-Virus.

Come Chiesa, abbiamo un ruolo molto importante in questa società, dobbiamo essere i primi, al “centro” di questa societá. Questo soprattutto in situazioni di malattia, urgenze, paura e insicurezze. In questi contesti e nel nostro mandato, mettere la persona al primo posto.  E nello stesso tempo dobbiamo essere abbastanza responsabili, nell´organizzare la nostra vita personale e la vita di Chiesa, per il bene della vita degli altri, soprattutto di quelle persone che sono a “Rischio”, noi abbiamo il dovere di non metterla ulteriormente in pericolo e fare il piú possibile per non contribuire alla diffusione del Corona-Virus. Ciò significa che siamo tenuti a sostenere attivamente tutti gli sforzi del governo per contenere la crisi, anche se ciò limita la libertà di religione.
Indipendentemente da ulteriori istruzioni statali, possibili in qualsiasi momento e con breve preavviso, vengono fatte le seguenti eccezioni per la pratica ecclesiastica nell'arcidiocesi di Friburgo:

  •        I fedeli sono dispensati dall'obbligo della partecipazione alla Santa Messa domenicale e nei giorni festivi.
  •        Per rimanere consapevoli di essere uniti come comunità di credenti, le campane continueranno a suonare ricordandoci i tempi di adorazione e ci invitano alla preghiera personale.
  •        Chiedo ai fedeli di fermarsi a casa nella preghiera personale per le preoccupazioni della Chiesa e del mondo e, non da ultimo, di pregare per la protezione da qualsiasi disastro.
  •        Per poter continuare a partecipare alle liturgie della chiesa, vi invito ad assistere tramite i Media, che vengono trasmessi in diretta. Raccomando la comunione spirituale, cioè unirsi a Cristo nella preghiera personale in modo che questo desiderio sostituisca l'effettiva ricezione sacramentale della comunione.
  •        Tutti i sacerdoti, in particolare i pastori, sono tenuti e devono ricordarsi di compiere il loro dovere di celebrare la santa messa per le Comunitá loro affidate e per le loro preoccupazioni e - per quanto possibile - all'ora locale, anche se il pubblico non puó essere presente.
  •        Battesimi e matrimoni dovrebbero essere celebrati nella cerchia familiare più vicina o rinviati fino a nuovo avviso.
  •        La celebrazione della prima comunione è rinviata fino a nuovo avviso.
  •        La celebrazione del sacramento della Cresima sarà posticipata fino a nuovo avviso, a meno che non vi sia un rischio di morte.
  •        Nella confessione, la possibilità di infezione deve essere esclusa.
  •        Una celebrazione pubblica e comunitaria dell'unzione dei malati è sospesa. La amministrazione individuale dell'unzione per i malati e la consegna della comunione ai malati nei singoli casi (mangiare lontano) non sono influenzate da questo, le possibilità di contagio devono essere escluse.
  •        I funerali e i servizi funebri si svolgono nella cerchia familiare più vicina ad esclusione del pubblico o posticiparli a una data successiva. Devono essere presi in considerazione le disposizioni ufficiali date sul posto.
  •        Le celebrazioni della settimana santa e pasquale si svolgeranno a porte chiuse.
  •        Le chiese rimangono aperte durante il giorno per la preghiera privata dei fedeli, a meno che non vi siano altre restrizioni.
  •        Bisogna garantire che i pastori - in qualunque forma - siano accessibili ai fedeli. Tramite gli uffici parrocchiali, sia che siano aperti ad orario limitato, sia che siano chiusi a visitatori esterni, le persone di contatto dovrebbero essere disponibili, almeno per telefono.
  •        Eventi e riunioni pubbliche ecclesiali vengono abolite.
  •        Le elezioni del consiglio parrocchiale si svolgono dopo aver valutato tutte le circostanze nel quadro precedentemente stabilito per lettera o online. È possibile ottenere informazioni più recenti a riguardo dall'ufficio responsabile dell'Ordinariato e dalla homepage.

Le eccezioni sopra indicati sono validi fino a quando non vengono sospese le restrizioni di libertà di incontro dalle autorità statali. Nonostante queste misure drastiche, sappiamo che siamo uniti nella fede e nella fiducia in Dio. Queste misure di restrizione possano chiarirci quale grande valore hanno le celebrazioni pubbliche della liturgia. Forse in questi giorni impariamo ad apprezzare ciò che ci è tolto per la situazione attuale: celebrare e vivere la fede nella comunità!  In ogni caso, Cristo sta percorrendo questo cammino con noi. Con la sua sofferenza e il suo morire, con la sua morte e risurrezione, ha dimostrato di essere il padrone della vita e di essere con noi! Siamo affidati a lui. Usiamo ció che rimane della quaresima, così come la settimana Santa e il tempo pasquale, attraverso la nostra preghiera, attraverso il nostro essere cristiani veri, che si riflette nella cura reciproca e nella responsabilità, di avvicinarci a Lui. In questo modo sperimentiamo di nuovo, di essere al sicuro nel suo cuore aperto, nel suo amore infinito!

Ecco come possiamo pregare con fiducia in questo momento difficile:

* Dio, fonte di vita, ti portiamo tutti i malati e chiediamo conforto e guarigione. Sii vicino alla sofferenza, specialmente alla morte. Conforta coloro che sono disperati e afflitti. Concedi saggezza ed energia ai medici e ai ricercatori; forza a tutti gli infermieri e agli assistenti in questo stress estremo, ai politici e ai dipendenti delle autorità sanitarie. Preghiamo per tutti coloro che sono nel panico; per tutti coloro che sono sopraffatti dalla paura.
Signore, abbi pietà!

* Preghiamo per coloro che hanno un grave danno materiale o lo temono.
Buon Dio, ti portiamo tutti coloro che hanno bisogno di essere in quarantena, che si sentono soli, che non possono abbracciare nessuno.
Preghiamo che questa pandemia diminuisca presto, che i numeri dei contagiati diminuiscano, che la normalità possa tornare presto.
Signore, abbi pietà!

* Rendici riconoscenti per ogni giorno che siamo in piena salute. Non dimentichiamo mai che la vita è un dono e che non possiamo controllare tutto. Che solo tu sei per sempre.
Ció che risulta rumoroso, spesso è poco importante nella vita. Rendici grati per il tanto tempo che possiamo rapidamente trascorrere senza crisi.
Signore, abbi pietà!

* Dio, tu fonte di vita! Ci fidiamo di te, oggi e domani, per sempre. – Amen

(da una preghiera di Johannes Hartl)

Friburgo i. Br. 17 marzo 2020

Il vostro + Stephan Arcivescovo

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Come Missione
* L'ufficio é chiuso al pubblico, fino a nuovo ordine,
ma siamo raggiungibili telefonicamente in ogni momento
(01607811631)
* Noi celebriamo ogni giorno (compresa la domenica)
la S. Messa alle ore 11,00
* Recitiamo il Santo Rosario, ogni sera alle ore 18,00
* Stiamo facendo la novena a Maria Ausiltrice ogni sera,
dopo il Santo Rosario

 

NOVENA A MARIA AUSILIATRICE
suggerita da San Giovanni Bosco

Recitare per nove giorni consecutivi:

3 Pater, Ave, Gloria al Santissimo Sacramento con la giaculatoria:
Sia lodato e ringraziato in ogni momento
il Santissimo e Divinissimo Sacramento.


3 Salve o Regina...con la giaculatoria:
Maria, aiuto dei cristiani, prega per noi.

 

E poi questa preghiera

Ricordati, o piissima Vergine Maria, che non si è mai udito che qualcuno sia ricorso alla tua protezione, e che abbia implorato il tuo patrocinio e domandato il tuo aiuto, e poi sia rimasto abbandonato da Te. Sostenuto da questa fiducia, mi rivolgo a te, Madre, Vergine delle Vergini. Vengo a te, con le lacrime agli occhi, colpevole di tanti peccati; mi prostro ai tuoi piedi e domando pietà. Non disprezzare la mia supplica, o Madre del Verbo, ma benigna ascoltami ed esaudiscimi.  Libera il mondo intero dall’epidemia che lo sta colpendo affinché tutti gli uomini possano ritornare sereni alle proprie consuete occupazioni e lodarti e ringraziarti con cuore rinnovato. In te ciascuno di noi confida e a te innalza la sua supplica. Per Cristo nostro Signore. Amen.



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